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Frühmorgens von Alice Salzbrunn

Frühmorgens

Der Friede liegt auf diesen schönen Auen;
Die lichten Wolken gleichen Rosenfluten:
Hinzieh'n der Morgenfülle Opfergluten,
Und Grüße zu den Blumen niedertauen.

Es schlummert noch die Welt im Huldvertrauen;
Die Sonne scheint den Bösen und den Guten –
Soll Liebe nicht stets ihre Kraft vermuten,
Der Schöpfer nicht sein ew'ges Ziel erschauen?

Tagtäglich möge neu der Morgensegen
Das Hochgefühl in allen Herzen regen,
Alsdann zerreißt fürwahr der Dämm'rung Schleier.

Wenn sich die Menschen himmelwärts erheben,
Wenn sie empor zum Quell des Lichtes streben,
Dann sind sie jauchzend würdiger und freier.