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Danklied von

Danklied

Halleluja! bringet Ehre,
Preis und Ruhm, ihr Jubelchöre,
Ihr Beseligte des Herrn!
Bringet Ruhm, ihr Erdensöhne,
Singet eure Jubeltöne;
Er, der Herr, beglückt uns gern!

Sollten wir dem Herrn nicht singen,
Ihm nicht Freudenopfer bringen?
Er erschafft und er erhält!
Tief im Staub verehrt ihn! Kinder,
Kinder heißt er uns, uns Sünder;
Er ist Vater seiner Welt!

Zwar sein Thron steht unerschüttert,
Und die weite Schöpfung zittert
Tief gebeugt vor ihrem Herrn.
Wenn gleich unsre Lieder schweigen,
Seht die Millionen Zeugen,
Die ihn rühmen nah und fern!

Aber unsre Seelen heben
Sich zum Glück der Engel, leben
Schon des Himmels Leben hier.
Welche göttlich hohe Freuden,
Welche Tröstungen im Leiden,
Welche Ruhe fühlen wir!

Wenn der Geist zu ihm sich waget,
Ein Gedank' dem andern saget:
Er ist Vater seiner Welt!
Stillentzückend dem Gemüthe
Dann die Fülle seiner Güte
Sich zum großen Zeugen stellt!

Naht euch zu ihm, seine Kinder!
Zittert nicht, seid ihr gleich Sünder:
Sünder ihr, – die Lieb' ist er!
Haltet's fest ohn' alles Wanken,
Fühlt die Wonne ihm zu danken!
Groß und gnädig ist der Herr.

Halleluja! bringet Ehre,
Preis und Ruhm, ihr Jubelchöre,
Ihr Beseligte des Herrn!
Bringet Ruhm, ihr Erdensöhne,
Singet eure Jubeltöne!
Er, der Herr, beglückt uns gern.