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Die schwere Kunst von

Die schwere Kunst

Die Kunst, des reinen Herzens warmen Trieben
Sich freudig hinzugeben, o wie leicht!
Die Kunst, das Groß' und Schöne treu zu lieben,
Wie bald, wie bald ist die erreicht!

Doch mit der reinen, lichten, kalten
Vernunft sein glühend Herz stets wach und froh,
Zum seligen Unisono
Vereint und wohl gestimmt zu halten;

Ihr Heiligen! ihr Weisen! wer,
Wer hat's versucht, und - hält's nicht schwer?