Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Waldesstille von

Waldesstille

Süße, traute Waldesstille,
O wie lieb' ich dich so sehr!
Mich bezaubert deine Fülle,
Deine Ruhe ernst und hehr.

Alle wirren Weltgedanken
Bleiben schweigend hinter mir;
Wilde Blumen mich umwanken,
Welcher Friede über mir!

Welch geheimnisvolles Flüstern,
Welcher wunderbare Sang
Freudig aus den hohen, düstern
Zweigen mir entgegen drang!

Voll der Pfad von Maienglocken
Und sie schaun hervor so traut,
Ferne tönt nur leises Locken,
Eines Vögleins Sehnsuchtslaut.

Süße, traute Waldesstille,
O wie lieb' ich dich so sehr!
Mich bezaubert deine Fülle,
Deine Ruhe ernst und hehr!