Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Auf den Bergen die Burgen von

Auf den Bergen die Burgen,
im Thale die Saale,
Die Mädchen im Städtchen,
einst alles, wie heut.
Ihr werten Gefährten,
Wo seid ihr zur Zeit mir,
ihr Lieben geblieben?
ach! alle zerstreut!

Die einen, sie weinen,
die andern, sie wandern,
Die dritten noch mitten
im Wechsel der Zeit.
Auch viele m Ziele,
zu den Toten entboten,
verdorben, gestorben
in Lust und in Leid.

Ich alleine, der eine,
schau wieder hernieder
Zur Saale im Thale,
doch traurig und stumm.
Eine Linde im Winde
die wiegt sich und biegt sich,
rauscht traurig und schaurig, -
Ich weiß wohl, warum.