Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Die Fahnen wehn, frisch auf zur Schlacht! von

Die Fahnen wehn, frisch auf zur Schlacht!
schlagt mutig drein!
Es klingt Musik, die uns fröhlich macht,
ins Herz hinein,
Die Trommeln und Pfeifen mit süßem Klang
das Feld entlang!
in die Schlacht, in die Schlacht hinein!

Wer möchte bleiben, wann's lustig geht,
im stillen Haus?
Wohlan, wenn Jugend in Blüte steht,
hinaus, hinaus!
Wo frisch und munter das Leben rollt,
wer das gewollt,
in die Schlacht, in die Schlacht hinaus!

Ein rüstig Leben, ein köstlich Gut,
ward uns beschert.
Der Mann ist selig, der trägt den Mut
blank wie sein Schwert.
Wer tapfer im fröhlichen Streite fiel,
im Heldenspiel,
schläft im Arme der grünen Erd!

Dem klingt Musik, die er leiden mag,
gar lustig drein;
Nicht schöner klingt es am jüngsten Tag
ins Grab hinein.
O seliger Tod, o Soldatentod!
noch sind wir rot -
in die Schlacht, in die Schlacht hinein!