Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Herzlich thut mich erfreuen von

Herzlich thut mich erfreuen
die fröhliche Sommerzeit,
All mein Geblüt erneuen,
der Mai in Wonne freut;
Die Lerch thut sich erschwingen
mit ihrem hellen Schall,
lieblich die Vögel singen,
dazu die Nachtigall.

Der Kuckuck mit seinem Schreien
macht fröhlich jedermann;
Des Abends fröhlich reihen
die Mägdlein wohlgethan;
Spazieren zu dem Brunnen,
bekränzen sie zur Zeit,
alle Welt sich freut in Wonnen
mit Reisen fern und weit.

Es grünet in dem Walde,
die Blumen blühen frei,
Die Röslein auf dem Felde,
von Farben mancherlei;
Ein Blümchen steht im Garten,
das heißt Vergißnichtmein,
das edle Kraut zu warten
macht guten Augenschein.