Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Ich sehe oft um Mitternacht von

Ich sehe oft um Mitternacht,
wenn ich mein Werk gethan,
Und niemand mehr im Hause wacht,
die Stern am Himmel an.

Sie ziehn da, hin und her zerstreut,
als Lämmer auf der Flur;
In Rudeln auch, und aufgereiht
wie Perlen an der Schnur.

Und funkeln alle weit und breit
und funkeln rein und schön;
Ich seh die große Herrlichkeit
und kann mich satt nicht sehn.

Dann saget unterm Himmelszelt
mein Herz mir in der Brust:
Es giebt was Bessres in der Welt,
als all ihr Schmerz und Lust.

Ich werf mich auf mein Lager hin
und liege lange wach,
Und suche es in meinem Sinn
und sehne mich danach.