Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Im Wald und auf der Heide von

Im Wald und auf der Heide,
da such ich meine Freude
ich bin ein Jägersmann.
Den Wald und Forst zu hegen,
das Wildbret zu erlegen,
das ist, was mir gefällt.
Halli, hallo! halli, hallo!
das ist, was mir gefällt.

Das Huhn im schnellen Fluge,
die Schnepf im Zickzackzuge
treff ich mit Sicherheit.
Die Sauen, Reh und Hirsche
erleg ich auf der Birsche,
der Fuchs läßt mir sein Kleid.
Halli, hallo! halli, hallo!
der Fuchs läßt mir sein Kleid.

Kein Heller in der Tasche,
ein Schlückchen aus der Flasche,
ein Stückchen schwarzes Brot;
Den treuen Hund zur Seite,
wenn ich den Wald durchschreite,
dann hat es keine Not.
Halli, hallo! halli, hallo!
dann hat es keine Not.

So zieh ich durch die Wälder,
so eil ich durch die Felder
wohl hin den ganzen Tag;
Dann fliehen meine Stunden
gleich flüchtigen Sekunden,
eil ich dem Wilde nach.
Halli, hallo! halli, hallo!
eil ich dem Wilde nach.

Wenn sich die Sonne neiget,
der düstre Nebel steiget,
das Tagwerk ist gethan:
Dann kehr ich von der Heide
zur häuslich stillen Freude,
ein frommer Jägersmann.
Halli, hallo! halli, hallo!
ein frommer Jägersmann.