Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

In ritterlichen Kriegeszügen von

In ritterlichen Kriegeszügen
mein Herz im Leib mir lacht.
Und wenn die Fahnen im Feld herfliegen
und manch Kartaune kracht;
Dann streit ich stark mit meinem Gott
für mein lieb Vaterland,
der mich verläßt in keiner Not,
frisch brauch ich meine Hand.

Dann schließ ich meinen Helmen zu,
leg ein den scharfen Speer,
Mein'n Gegner nun erwarten thu,
wenn er rennt auf mich her;
Mein Schwert ist blank, mein Büchs gelöst,
das Roß steigt frisch hinan,
mein Schwert, den Feind zur Erde stößt,
gut Sache stärkt den Mann.

Herr Christ, stärk alle Rittersleut,
die mit Gewissen gut
Dein Wort zu ehren sind bereit,
zu sterben aus freiem Mut!
Unrechten Krieg gewaltig wehr,
der eigen Nutz und Macht
mehr sucht denn deines Namens Ehr!
drauf sei es frisch gewagt!