Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Was Gott thut, das ist wohlgethan von

Was Gott thut, das ist wohlgethan,
es bleibt gerecht sein Wille;
Wie er fängt meine Sachen an,
will ich ihm halten stille.
Er ist mein Gott,
der in der Not,
mich wohl weiß zu erhalten,
drum laß ich ihn nur walten.

Was Gott thut, das ist wohlgethan,
er wird mich nicht betrügen.
Er führet mich auf rechter Bahn,
so laß ich mich genügen
An seiner Huld,
und hab Geduld:
er wird mein Unglück wenden,
er steht in seinen Händen.

Was Gott thut, das ist wohlgethan,
er wird mich wohl bedenken.
Er als ein Arzt und Wundermann
wird mir nicht Gift einschenken
Für Arzenei;
Gott ist getreu,
drum will ich auf ihn bauen
und seiner Gnade trauen.

Was Gott thut, das ist wohlgethan,
er ist mein Licht und Leben,
Der mir nichts Böses gönnen kann,
ich will mich ihm ergeben
In Freud und Leid:
es kommt die Zeit,
da öffentlich erscheinet,
wie treulich er es meinet.

Was Gott thut, das ist wohlgethan;
muß ich den Kelch gleich schmecken,
Der bitter ist nach meinem Wahn,
laß ich mich doch nicht schrecken,
Weil doch zuletzt
ich werd ergetzt,
mit süßem Trost im Herzen,
da weichen alle Schmerzen.

Was Gott thut, das ist wohlgethan,
dabei will ich verbleiben.
Es mag mich auf die rauhe Bahn
Not, Tod und Elend treiben,
So wird Gott mich,
ganz väterlich,
in seinen Armen halten:
drum laß ich ihn nur walten.