Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Wer Gott das Herze giebet von

Wer Gott das Herze giebet,
so nie sich von ihm trennt,
Und eine Seele, liebet,
die keine Falschheit kennt,
Der mag ohn Sorgen wachen,
mag schlafen wie er will,
Weil seine rechten Sachen
gehn auf ein gutes Ziel.

Laß böse Zungen sprechen,
was ihnen nur gefällt,
Laß Neid und Eifer stechen,
laß toben alle Welt,
So wird er dennoch machen
was sein Gemüte will,
Weil seine rechten Sachen
gehn auf ein gutes Ziel.

Ich lege Neid und Hassen
beständig unter mich,
Und stelle Thun und Lassen,
o Gott, allein auf dich.
Du wirst es alles machen,
thun, was mein Herze will,
Weil seine rechten Sachen
gehn auf ein gutes Ziel.