Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Menschenthorheit von

Menschenthorheit

Die Nixe in der stillen Flut,
sie weiß nicht, daß der Tod
aus ihrem wasserdunklen Blick
den Erdensöhnen droht.

Sie kann nicht lieben, hassen nicht:
du Menschenkind allein
schaust in das rätseltiefe Auge
die Eigne Seele hinein.

Da schwillt und quillt entgegen dir
verdoppelt Glück und Weh;
du schaust und schaust, vergehst, versinkst, -
verwundert rauscht der See.