Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Auf der Strasse von

Auf der Strasse

Einsamkeit bot ihren Gruß
Heute mir im Lärm der Gassen,
Wie verzaubert hielt mein Fuß,
Mensch und Tier vorbei zu lassen.

Braune Haide, schwarzer Wald;
Feld und Welt so still, so stille.
Fernhin jeder Laut verhallt,
Nur im Grase zirpt die Grille.

Überm niedern Heckenzaun
Lacht die Muse froherschrocken:
Kommst du? Um die Wangen braun
Schüttern ihr die schwarzen Locken.

Plötzlich Schelten roh und breit:
»Herr, so wahrt Euch doch, zum Henker!«
Schnell ein Sprung, und höchste Zeit.
Fern noch flucht der Rosselenker.