Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Schrei von

Schrei

O wär' es doch! Hinaus in dunkle Wälder,
in denen die Novemberwetter fegen.
Der Keiler kracht, Schaum flockt ihm vom Gebreche,
aus schwarzem Tannenharnisch mir entgegen.
O wär' es doch!

O wär' es doch! Im Raubschiff der Korsaren,
vorn halt' ich Wache durch die Abendwellen.
Klar zum Gefecht, die Enterhaken schielen,
und lauernd kauern meine Mordgesellen.
O wär' es doch!

O wär' es doch! Ich säß' auf nassem Gaule,
in meiner Rechten schwäng' ich hoch die Fahne,
daß ich, buhlt' auch die Kugel schon im Herzen,
dem Vaterlande Siegesgassen bahne.
O wär' es doch!

O wär es doch! Denn den Philisterseelen,
den kleinen, engen, bin ich satt zu singen.
Zum Himmel steuert jubelnd auf die Lerche,
den Dichter mag die tiefste Gruft verschlingen.
O wär' es doch!