Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Abend von

Abend

Der hügel wo wir wandeln liegt im schatten.
Indes der drüben noch im lichte webt,
Der mond auf seinen zarten grünen matten
Nur erst als kleine weiße wolke schwebt.

Die straßen weithin-deutend werden blasser.
Den wandrern bietet ein gelispel halt.
Ist es vom berg ein unsichtbares wasser
Ist es ein vogel der sein schlaflied lallt?

Der dunkelfalter zwei die sich verfrühten
Verfolgen sich von halm zu halm im scherz ...
Der rain bereitet aus gesträuch und blüten
Den duft des abends für gedämpften schmerz.