Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Tage voller Glanz und Stille von

Tage voller Glanz und Stille

Tage voller Glanz und Stille,
Wie sie nur der Herbst uns heut,
Also ruht ein heitrer Wille,
Der sich des Getanen freut,

Der in lächelndem Besinnen,
Ungebrochen, unerschlafft,
Ohne drängendes Beginnen
Sammelt die erprobte Kraft.

Wenn inmitten des Verblassens
Purpurn schon die Traube reift,
Doch kein Ahnen des Verlassens
Noch die goldnen Wipfel streift. —

Gottgeküßte Sonnentage,
Atmend nur der Stunde Heil,
Tage ohne Wunsch und Klage
Werdet mir auch einst zu Teil!