Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Schwert und Pflug von

Schwert und Pflug

Wohl uns, so lang noch seinen Acker
In Mühsal unser Landmann baut,
So lang er noch getrost und wacker
Der Hände Tüchtigkeit vertraut!

So lang noch ihre Wellen schlagen
Kornfelder über deutsches Land,
Die rot' und blaue Blume tragen,
Hineingewirkt von Schöpfers Hand.

So lang noch zwischen grünen Speeren
Die Lerche baut ihr kleines Nest;
So lange noch den Kranz von Ähren
Der Schnitter flicht zum Erntefest.

So lange steht ihr, feste Stütze
Des Reiches, das sonst haltlos fällt.
Das Schwert ist da, den Pflug zu schützen;
Der Pflug ist's, der das Schwert erhält.