Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Menschentrost von

Menschentrost

Mein Atem stockt beenget,
Es läßt mich nicht zu Haus,
Von Sorgen schwer bedränget,
Flieh' ich zum Tor hinaus.

Vom kalten Flusse steigen
Die Nebel trüb herauf,
Ein totenähnlich Schweigen
Begleitet seinen Lauf.

Die Pappeln stehn am Strande
Fern aus der stillen Stadt,
Die an das Herz mir tragen,
Was sie mir Teures hat.

Wie gern vom Abendgange
Kehr' ich zu ihr zurück,
Was mich auch dort empfange: —
Nur Menschentrost ist Glück.