Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Auf, junger Tambour schlage an von

Auf, junger Tambour schlage an,
Der Feind soll uns're Waffen spüren.
Nach Frankreich wollen wir hinein,
Nach Frankreich wollen wir marschieren.
Am Wege viele Rosen blühn, ja blühn
Wenn Musketier zu Felde ziehn.

Am Wege steht ein kleines Haus,
Darinnen spiegelt sich der Morgen.
Ein holdes Mägdlein schaut heraus,
Ihr Antlitz ist voll Lieb' und Sorgen.
Fahr' wohl, fahr' wohl in stolzer Zier, ja Zier,
Als unsres Kaisers Musketier.

Die Tore werden aufgetan,
Die Tore vor des Kaisers Schlosse.
Der Kaiser reitet selbst heran,
Er reitet auf dem weißen Rosse.
Freut euch, freut euch, die ihr ihn kennt, ja kennt,
Er liebt sein stolzes Regiment.

Und sollten wir nicht siegreich sein,
So lebt denn wohl ihr stolzen Eichen.
Vom Schlachtfeld kehren wir nicht heim,
Vom Schlachtfeld wollen wir nicht weichen.
Auf fremder Erde sterben wir, ja wir,
Als tapfere deutsche Musketiere.