Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

In der Stadt von

In der Stadt

Was ist das für ein Schrein und Peitschenknallen?
Die Fenster zittern von der Hufe Klang,
zwölf Rosse keuchen an dem straffen Strang,
und Fuhrmannsflüche durch die Gassen schallen.

Der auf den freien Bergen ist gefallen,
den toten Waldeskönig gilt der Drang;
da schleifen sie, wohl dreißig Ellen lang,
die Rieseneiche durch die dumpfen Hallen.

Der Zug hält unter meinem Fenster an,
denn es gebricht zum Wenden ihm an Raum;
verwundert drängt sich alles Volk heran.

Sie weiden sich an der gebrochnen Kraft;
da liegt entkrönt der tausendjährge Baum,
aus allen Wunden quillt der edle Saft.