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Der Friedhof von

Der Friedhof

Den Friedhofsteg schritt ich um Mitternacht.
Das Mondlicht tastete mit weichen Händen
auf Grab und Gitter, um mit holder Macht
das Grausen friedevoll zu überblenden.

So heimatselig laden Busch und Baum,
die an die Särge mit den Wurzeln rühren,
und deren Häupter, summend wie im Traum,
mit Windeswellen leise Zwiesprach führen.

Und Kreuz und Hügel so geheimnistraut.
Sie winken als der Schluß von allen Fragen.
Als könnten sie mit leisem Geisterlaut
auf alles, alles Sinn und Antwort sagen.

So schwer ist mir. Als müßt ich weinend nun
an jener Trauerweide niedersinken
und langsam — langsam von dem großen Ruhn
vorahnend eine heilige Welle trinken.