Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

O Jesulein zart, dein Kripplein ist hart von

O Jesulein zart, dein Kripplein ist hart.
O Jesulein zart, wie liegest so hart!
Ach schlaf, ach tu dein Äuglein zu,
Schlaf und gib uns die ewige Ruh!
O Jesulein zart, wie liegest so hart,
O Jesulein zart, dein Kripplein ist hart.

Schlaf, Jesulein, wohl! Nichts hindern soll;
Ochs, Esel und Schaf sind alle in Schlaf.
Schlaf, Kind, schlaf, tu die Äuglein zu,
Schlaf und gib uns die ewige Ruh!
Ochs, Esel und Schaf sind alle in Schlaf;
Nichts hindern soll, schlaf, Jesulein, wohl!

Die Seraphin singt und Cherubin klingt;
Viel Engel im Stall, die wiegen dich all.
Schlaf, Kind, schlaf, tu die Äuglein zu,
Schlaf und gib uns die ewige Ruh!
Die Seraphin singt und Cherubin klingt;
Viel Engel im Stall, die wiegen dich all.

Sei still, ihr Wind, laßt schlafen das Kind!
All Brausen sei fern, es ruhen will gern.
Schlaf, Kind, und tu die Äuglein zu,
Schlaf und gib uns die ewige Ruh!
Ihr Stürme, halt ein, das Rauschen laßt sein!
Seid stille, ihr Wind, laßt schlafen das Kind!

Nichts mehr sich bewegt, kein Mäuslein sich regt,
Zu schlafen beginnt das herzliche Kind.
Schlaf denn und tu dein Äuglein zu,
Schlaf und gib uns die ewige Ruh!
Nichts mehr man dann singt, kein Stimmlein mehr klingt:
Schlaf, Jesulein zart, von göttlicher Art.