Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Wunsch eben deßelbigen von

Wunsch eben deßelbigen

Komm schönster Seraphin / berühre meinen Mund!
mich woll der Flammen-Fluß / die Gottes weißheit / tränken:
daß ich was würdigs kan zu seinem Lob erdenken /
daß alle Lieblichkeit mich netze diese Stund.
auf daß das höchste Gut aufs höchst' ich preißen kund /
wollst / Höchster / Safft und Krafft / Geist / Witz und Blitz mir schenken.
Ich will mich in die See der Gnaden Mänge senken /
weil in der Gottheits-Sonn' ich doch zerschmelzung fund'.
Ach aller Ehren Zweck! laß mich mein Ziel erreichen /
dein Lob! ich lebe nur / wann dieses in mir lebt.
laß mein dich preißend Werk der Pharus Fackel gleichen /
die schiffend auf der Flut man herrlichst siht erhebt:
daß in der Schnödheit / ich mach deinen Ruhm erschallen
mit Herzen / Mund / und Hand / ja kurz / in-und mit allen.