Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Uber die Gottes-Gnadentrieffende Wüsten von

Uber die Gottes-Gnadentrieffende Wüsten

Dv fette Wunder Weid / ein Schatz-Platz seltner Gaben /
Werkstatt der Gottes Güt' / ein schaubühn seiner Pracht!
wo Noht und Glaube sich zur Allmacht Zunder macht /
ein Wunder-Thaten Liecht sie bald entflammet haben.
Der Felse muß mit Safft / die Lufft mit Wachteln / laben.
das unerdenklichste / von Gott wird ausgedacht /
zu seines Volkes Hülff / so hoch ist es geacht.
die Wüsten wuste nicht / was Schatz' in ihr vergraben.
O wunderreicher Gott! Ach Allheit überall!
die leere Wüsten ist voll deines beyseyns Strahlen.
In Noht / beherrlicht sich dein' Hülffe / wie Corall /
der aus dem Wasser komt. Die schwäch' hat dir gefallen
ja gar das selbste nichts / zum Einfluß-Gegenstand:
da wird dein Macht betracht / und deine Hand erkandt.