Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Auf die Gott-beliebende Glaubens stärke von

Auf die Gott-beliebende Glaubens stärke

Weil dir der starke Glaub / das Allmacht-Mark aussaugen /
Mein Herrscher / so gefiel / daß Mosen du gestrafft /
als zweiflend' er gewankt an jenes Felsen Safft.
Wird / mein' Erz-zuversicht in deine güt / was taugen.
Er hat / was hartes zwar / doch gleichwol was / vor Augen.
Ich häng' entgegen ganz an unsichtbarer krafft:
und ist mir (was noch mehr) gar dunkelhafft geschafft /
das ich es mir oft selbst in meinem Sinn ablaugen:
doch nur aus Gottes forcht / nicht auß unglaubigheit.
Mein höchster Gott / du weist / wie sehr ich dir die Ehre
der Allmacht gieb' / und glaub' ein eusserst hohe sach.
Es fliegt in dein' allhöch der Glaube nie zu weit.
Dein unerdenklichs Lob durch dieses wunder mehre.
Mein Glaubens-Felse werd' ein klarer freudenbach.