Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Auf meine / auf Gottes Gnad gerichtete / unabläßliche Hoffnung von

Auf meine / auf Gottes Gnad gerichtete / unabläßliche Hoffnung

Ich stehe Felsen- fest in meinem hohen hoffen.
Die wellen prellen ab / an meinem steinern Haubt.
So ist dem Meere-Heer / zu stürmen nicht erlaubt.
ihm schadt es nicht / ob schon die unglück Ström es troffen.
sind manche Glückes Schiff auch neben bey geloffen:
den rechten / keine Noht / den freuden Anfurt raubt;
das / was sonst keinem ist / ist müglich dem / der glaubt.
die innerst Gottes Krafft steht seiner Würkung offen.
die ganze Menschlichkeit / (nur Christus ausgeschlossen)
nichts ungeendtes kan / als mit des Glaubenskrafft /
begreiffen; nur durch ihn / wird Göttliches genossen.
Er saugt aus Gottes Herz der Gnaden süssen Safft:
gefolgt doch' ziehend nicht / weil er ganz überflossen.
der Glaub kommt nie zu hoch in sein lieb-Eigenschafft.