Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Auf eben das selbige von

Auf eben das selbige

Gläub / wann du schon nit sihst / den der kan müglich machen
die selbst' unmüglichkeit / bey welchem Sonnen-Liecht
dein dunkles schicksel ist. Die ausgangs-schnur Er flicht
in dem zerrütten Strenn so seltner sinnen-sachen.
Er giebet nach / und dreht den Faden bey den schwachen /
wie sehr verhenkt und klenkt er ist / ihn doch nicht bricht /
am Glückes-Haspel / mit der zeit / ihn recht ausricht.
Sein fleiß und weißheit pflegt (schläfft lust und Glück) zu wachen.
Denk nicht / daß ihm / wie dir / das mittel sey verdeckt.
Sein Allsicht-Aug durchtringt die undurchdringlichkeiten
der heimlichkeit geheim / im wunder-Berg versteckt.
Sein' Allmachts hitz / den Stahl zu lob-Gold kan breiten.
Sein' Ehr' hat ihr in ihr ein Ehren-ärz erweckt /
das wird mit seinem Bild sich in die Welt ausbreiten.