Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Auf die verfolgte doch ununterdruckliche Tugend von

Auf die verfolgte doch ununterdruckliche Tugend

Es ist die gröste Ehr' / unüberwindlich seyn /
und sich auf Herculisch dem Vnglück widersetzen.
Am widerstandes Stahl / muß keckheits Schwerd sich wetzen /
damit es schärfer wird / und krieg den Heldenschein.
Der Lorbeer widersteht dem Feur und Donnerstein.
Die Tugend lässet sich von Boßheit nicht verletzen:
was? die pflegt sie viel mehr zu wundern anzuhetzen.
Die Noht und Vnglück / ist der Tugend wunderschrein.
Was zieret Cyrus Sieg? die widerstandes Waffen.
Es kriegt / durch Kriegen nur / Philippus Sohn die Welt.
Den Zepter / Cesar auch / erst nach dem Streit erhält.
Nicht faulen Siegern nur / ist Cron und Thron beschaffen.
Drum biet der Noht die Spitz' / und laß dich nichts abwenden:
es schwebt schon über dir / die Kron in Gottes Händen.