Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Auf eben selbe! von

Auf eben selbe!

Bey sanfft gelindem wind / ist leicht / den Port erlangen:
doch / wann Charybdis bellt / und Scylla uns verdreht /
wann dort ein Wellen-Berg / hier ein Meer Abgrund / steht /
und man kommt doch zu Land / dann kan man recht Siegprangen.
Nach langer Seefart / hat das goldne fell entfangen
der dapfer Jason. Preiß aus schweiß und fleiß aufgeht.
Dann / keine frucht / ohn Zucht / die Tugend nie entfäht.
Dann heist es Sieg / wann man die Welt-gefahr umgangen.
Man muß aus Ilium / wann soll die Tyber krönen /
auf kohl-und flammen gehn. Creutz ist des Glückes Thor.
Der Vnglücks Schatten kan / ein Wunderbild verschönen.
Man schwingt / gebogen / sich viel herrlicher empor.
Die Kron / kommt aus dem Feur / dann auf des Königs Haar.
So wird ein Ehren-Stern aus Vnglück und gefahr.