Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Auf die unaufhörliche Gottes- und Tugend-Liebe von

Auf die unaufhörliche Gottes- und Tugend-Liebe

Wann Aethna / Speiß-beraubt / aufhörete zu brennen;
das schwallend-wallend Meer / ließ den beschwemten Grund;
wann Thetis-Wohnplatz / wo jetzt Adler schweben / stund;
wann man / vor Wellen / nicht die Alpen mehr wird kennen;
wann sich der kleine Beer vom Angelstern würd trennen /
nach dem des Eisens Ziel zu wenden sich begunnt;
wann alles Wechsel trieb' / im Wunder bunten Rund:
So bleibt doch meine Treu im Himmel-stäten rennen.
Der Geist / so Himmlisch ist / folgt seinem Vrsprung-Trieb:
es mag vergänglichkeit / so bald sie will / vergehen.
Dann Ewig / gleich wie Er / bleibt seine Frucht / die Lieb.
Kein Irdischheit sich darff zu dämpffen unterstehen /
was Tugend in den Bund mit Ewigkeit verschrieb.
Die Welt wird diesen nie / wie Er sie / brechen sehen.