Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Endschallende Reimen. Von Erhaltung und ausbreitung des Göttlichen Wortes von

Endschallende Reimen. Von Erhaltung und ausbreitung des Göttlichen Wortes. Der Glaube redet

1.
Ob Vnmüglichkeit sich mir widersetzt /
und die blasse Furcht stündlich mich verletzt /
will ich doch auf Gott mein Vertrauen richten:
richten / dichten / pflichten.

2.
Hab' ich doch wol eh meine Krafft erzeigt /
und die Sonne selbst / wie ich wolt / geneigt!
zwar nicht ich / nur der / der mir Kräfften giebet /
giebet / übet / liebet.

3.
Hoffe / schwaches Kind! laß Verweilung nicht
dich verhindern hier. was der Höchste spricht /
muß und wird gewiß mit der Zeit geschehen /
stehen / gehen / sehen.

4.
Ich / der Tugend-Held / kriege meine Krafft
aus des wunderbars Geist und Wunden-Safft.
Ja ich bin die Hand / die sein Herz recht rühret /
rühret / führet / spüret.

5.
Fahrt / Verlangen / fahrt / seyd der Monden-Schein:
daß ihr werd erfüllt / will ich Sonne seyn.
Doch müst ihr nach mir eure Scheiben lenden /
lenden / senden / wenden.