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Als er sich über seinen unglückseeligen Zustand beklagete von

Als er sich über seinen unglückseeligen Zustand beklagete

Alles eilt zum Untergange,
Nur mein hart Verhängnüß nicht.
Harter Himmel, ach wie lange
Zeigstu sein erschröcklich Licht?
Soll er mir jezund erscheinen,
O so gieb ihm bald sein Amt,
Eh mich ein verzweiflend Weinen
Noch zu größrer Noth verdammt.

Ich, ein Mensch von schlechtem Zeuge,
Kan mir selbst nicht widerstehn,
Daß ich kaum gelaßen schweige,
Wenn die Wellen höher gehn.
Fleisch und Blut behält im Schmerzen
Über die Vernunft das Feld,
Und die Hofnung steckt im Herzen,
Welches keinen Mensch erhält.

Hätt ich Boßheit im Gemüthe
Oder an den Lastern Lust,
So verzieh ich mich der Güte
Deiner treuen Vaterbrust.
Aber ach, so wirstu finden,
Prüfe Mienen, Herz und Sinn,
Daß ich bei den Schwachheitssünden
Doch nicht sonder Buße bin.

Zwar sind, die noch ärger leben
Und mit Lastern Schaden thun,
Die läst du im Glücke schweben
Und in seinem Schooße ruhn;
Sie verschwenden deinen Seegen
Nur zu Troz auf meinen Fall,
Handeln, wie die Thoren pflegen,
Doch geräth es überall.

Ich bezwinge mich hingegen,
Brauche des Verstandes Kraft
Und bemüh mich nach Vermögen
Um Gedult und Wißenschaft;
Gleichwohl ist in allen Sachen
Auch mein bester Rathschluß blind,
Daß sich's die zu Nuze machen,
Die mir feind und schädlich sind.