Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Veit von

Veit

Veit, Schulz zu Michelsdorf, pflag immer zu verzeihn.
Bald ward auch, unter ihm, die Bosheit allgemein,
Und Frevler lachten frei des Galgens und der Schande.
Ein Knecht war mit dem Hengst des Gastwirths fortgetrabt.
Man hält und klagt ihn an. Veit jammert seiner Bande.
Der Kläger ruft ihm zu: Seid gütig mit Verstande!
Fürwahr, Herr Schulz, wenn ihr mit Dieben Mitleid habt,
So habt ihr keines mit dem Lande.