Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

In meines Vaters Garten von

In meines Vaters Garten,
da lag ich und ich schlief,
da träumte mir ein Träumelein,
als schneit es über mich.

Und da ich nun erwachte,
da war es aber nichts:
Es waren die roten Rosen,
die blühten über mir.

Ich brach mir ab ein Zweiglein.
Ich band mir einen Kranz.
Ich gab ihn meiner Herzliebsten,
auf daß sie mit mir tanzt.

Und wie der Tanz am besten war,
so war das Geigen aus.
Wir wollten beide heimgehn,
wir hatten keins kein Haus.

Da baut ich mir ein Häuselein
von Petersilie grün.
Mit gelben Lilien deckt ichs mir,
mit roten Röslein schön.

Und wenn ichs nun werd fertig han,
bescher mir Gott was nein,
daß ich zu Jahr kann sprechen:
Das Häuslein das ist mein.