Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Was du noch zu thun hast von

Was du noch zu thun hast

O glaube, glaube, glaube
Dem ew'gen Gotteswort,
Daß dir kein Zweifel raube
Des Lebens Schutz und Hort.

Und hoffen, hoffen, hoffen
Sollst du, was Er verhieß:
Wer anklopft, dem steht offen
Sein selig Paradies.

Und liebe, liebe, liebe
Mit jedem Herzensschlag;
Ruf' alle guten Triebe
In deinem Innern wach.

Und Reue, Reue, Reue,
Die wecke tief und zart,
Weil du so schwach die Treue
Dem Treu'sten hast bewahrt.

Und preise, preise, preise
Ihn laut mit frohem Dank,
Daß Er so mild und weise
Dich führt den Pilgergang.

Und leide, leide, leide
Geduldig, was dich drückt:
Bald kehrt sich Leid in Freude,
Die ewig dich entzückt.

Im Postwagen, 1853.