Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Winters Ende von

Winters Ende

So treiben wir den Winter aus,
durch unsre Stadt zum Tor hinaus
mit sein Betrug und Listen,
den rechten Antichristen.

Wir stürzen ihn von Berg und Tal,
damit er sich zu Tode fall
und uns nicht mehr betrüge
durch seine späten Züge.

Und nun der Tod das Feld geräumt,
so weit und breit der Sommer träumt,
er träumet in dem Maien
von Blümlein mancherleien.

Die Blume sproßt aus göttlich Wort
und deutet auf viel schönern Ort.
Wer ists, der das gelehret?
Gott ists, der hats bescheret.