Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Brautgesang von

Brautgesang

Das Haus benedei ich und preis es laut,
das empfangen hat eine liebliche Braut;
zum Garten muß es erblühen.

Aus dem Brautgemach tritt eine herrliche Sonn;
wie Nachtigalln locket die Flöte,
die Tische wuchern wie Beete,
und es springet des Weines goldener Bronn.

Die Frauen erglühen
zu Lilien und Rosen;
wie die Lüfte, die losen,
die durch Blumen ziehen,
rauschet das Küssen und Kosen.