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Menschliches Elend von

Menschliches Elend

Ängstlich muß der Mensch sich müh'n,
Immer nur bedacht auf morgen;
Sieht nichts grünen, nichts erblüh'n
Ohne Furcht und ohne Sorgen.

Immer ist er auf der Flucht;
Auch in schönen Herbstestagen
Greift er nach der vollen Frucht
Nur mit Bangen und mit Zagen.

Und er kennt, er fühlt sein Leid,
Und er kann's auch umgestalten;
Doch er flieht, was ihn befreit,
Und so bleibts denn stets beim Alten.