Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Er liebte schneidig Schön Thora von

Er liebte schneidig Schön Thora,
Die wohnte fern im Turm.
Auf seinen Staatsgallionen
Mit seinen Reichsbaronen
Fuhr er hinaus nach Schonen,
Da lag um den Turm ein Wurm.

Der sah den König nahen
Durch Flut und Schaumgefurch.
Die Hose, die gepichte,
Die macht sein Gift zu nichte,
Der Wurm sprach: Ich verzichte.
Es starb vor Schreck der Lurch.

Der fürstliche Freier befreite
Schön Thora von Angst und Weh.
Dann zog er nach Constantinopel,
Von da nach Philippopel,
Ja selbst bis Sewastopel,
Und gar bis Ninive.

Regnar, der edle Räuber,
Er raubte, was sich fand.
Es qualmten alle Städte,
Wo nur sein Wimpel wehte.
Kein Hahn noch Huhn mehr krähte,
Trat wo sein Fuß an Land.


Bald spielten um ihn drei Söhne,
Genannt Ebb, Ubbe, Obb.
Die liebt er mit der Seelen
Als seine Kronjuwelen,
Doch wollten sie krakeelen,
Wurd' er sacksiedegrob.