Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Meeresabend. von

Meeresabend.

Die wilden Wellen schliefen
im wimpelbunten Hafen ein,
und auf den stillen Tiefen
vergl├╝ht ein goldner Abendschein.

Die schwarzen Kutter ruhen
von grimmen Sturmesfahrten aus;
Nacht kommt auf samtnen Schuhen
traumschwer in jedes Fischerhaus.

Ich steh' am Deicheshange
- Die Seele ist so seltsam wach -
Und schaue sinnend lange
dem letzten roten Leuchten nach.