Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Warum? von

Warum?

Du siehst mich an mit deinen großen Augen
Und tausend Fragen spiegeln sich darin.
So neu und fremd ist dir das Leben,
So wunderbar scheint's deinem Kindersinn.

"Wer läßt denn all die Blümlein wachsen?
Warum ist's denn so dunkel in der Nacht?
Warum sind denn die Sternlein alle
Verschwunden, wenn die Sonne lacht?"

Wie oft, ach, wirst du noch in spät'ren Zeiten,
Bis endlich deine Fragen wurden stumm,
Bald trotzend, bald mit banger Klage
Dich quälen mit dem Wort: Warum?