Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Macht des Weibes von

Macht des Weibes

Mächtig seid ihr, ihr seids durch der Gegenwart
ruhigen Zauber,
Was die stille nicht wirkt, wirket die rauschende
nie.
Kraft erwart ich vom Mann, des Gesetzes Würde
behaupt er,
Aber durch Anmut allein herrschet und herrsche
das Weib.
Manche zwar haben geherrscht durch des Geistes
Macht und der Taten,
Aber dann haben sie dich, höchste der Kronen,
entbehrt.
Wahre Königin ist nur des Weibes weibliche
Schönheit,
Wo sie sich zeige, sie herrscht, herrschet bloß, weil
sie sich zeigt.