Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Verzweiflung von

Verzweiflung.

Nacht kam herein.
Und morgen, wähnen wir, ist Tag.
Da gehn die Wagen wieder
Und an den Türen läutet es.

Die Mutter mein sitzt da.
Ihr Antlitz ist nicht meins.
Sie redet viel an mich.
Ich denk an fremdes Nichts.

Die Schester mein lacht auf.
Leicht könnte ich sie hassen.
In meiner Öde brodelt
Schon ein gemeines Wort.

Ich bin so zugebaut!
Und alles rauscht nach Liebe.
Ich auch nach Liebe weine
Und hab doch keinen gern.