Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Gomorra von

Gomorra

Das Feuer schleicht in den Gassen
Mit leisem Raubtiertritt,
Die schönen Töchter, die blassen,
Vernehmen nicht seinen Schritt.

Sie ruhn auf weichen Fellen,
Müde von Tanz und Gelag,
Ihre jungen Brüste schwellen
Entgegen dem morgigen Tag.

Sie träumen von dunklen Freuden,
Von heimlicher Harfen Klang,
Von königlichem vergeuden
Und lachendem Überschwang.

Sie träumen von dunklen Freuden,
Von heimlicher Harfen Klang,
Von königlichem Vergeuden
Und lachendem Überschwang.

Sie träumen von Cherubsflügeln -
Da stoßen die Wächter ins Horn,
Not über Gassen und Hügeln
Lodert Jehovas Zorn.