Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Altmark von

Altmark

In meiner Heimat grüßt kein Kranz von Bergen,
Windweite Heide dehnt sich über Land.
Das schmale Flüßchen fordert keinen Fergen,
Und um den Pflüger stäubt viel loser Sand.

Verdörrend knistern sonngebräunte Flechten.
Ums falbe Strohdach zittert heiß die Luft.
Die Elster lacht im Busch. In Sommernächtenn
Wächst in die Schwüle herb der Kiefernduft.

Dem König treu und ihrem Gott ergeben -
In meiner Heimat schwört die Lippe nicht.
Schlicht tritt die Liebe in das junge Leben,
Und schämig hüllt die Seele ihr Gesicht.

Gefällig raunt manch steinern Mal den Winden
Ein hohes Lied aus der Vergangenheit.
Und ob Geschlechter um Geschlechter schwinden,
Jung führt mein Stamm die Pflugschar seiner Zeit.