Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Sanft unterm Fittich der Nacht von

Sanft unterm Fittich der Nacht
Schläft nun der hastige Wind.
Komm, laß uns schweigen und lauschen!
Wälder und Ströme, sie rauschen
Nur wie im Traum noch gelind.

Stürme, im Busen entfacht,
Zitternd veratmet ihr Chor.
Ruhiger, ohne Gefährde
Brennen auf ewigem Herde
Flammen der Seele empor.

Folgend der himmlischen Macht
Lodern sie herrlich in eins.
Mild wie durch Opfergedüfte
Blicken die Sterne der Lüfte
Niederwärts segnenden Scheins.