Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Gott, deine Kindlein treten von

Gott, deine Kindlein treten
Mit Freuden zu dir hin,
Sie stammeln und sie beten;
Du kennst der Worte Sinn:

Was aus dem Borne quillet,
Der nimmermehr versiegt,
Was ihnen selbst verhüllet
Im tiefsten Herzen liegt,

Das lockst du hoch nach oben
In seliger Begier,
Die Milde dein zu loben
Und Güte für und für.

O du, der in den Höhen
Und in den Tiefen wohnt,
Laß kindlich uns verstehen,
Was überschwenglich lohnt.

Gib fromme Kinderworte,
Gib süßen Kinderwahn!
So wird uns nur die Pforte
Der Himmel aufgetan.