Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Im Felde von

Im Felde

Die Luft geht schwer.
Zittert ein seltsames Licht
Über die Felder her ...
Grad, als ob's ein Gewitter wär' ...
Küsse mich nicht. ?
Wiegt sich die Weide dort
Her und hin.
Wackelt grad
Wie die Nachbarin.
Laß es die Alte
Um Gott nicht sehn,
Daß wir hier unten
Beisammen stehn!
Hat gar ein böses Maul,
Bringt's noch heute
Unter die Leute,
Zeigen sie mit den Fingern auf mich. ?
Sahst du, wie's eben vorüber schlich?
Mit heißem Atem
Und huschenden Schritten?
Hat eine braune Kutte an.
Einen Strick um die Mitten
Und zwei glühende Augem im Gesicht
? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ?
Küsse mich nicht! ?
Ich wollt', ich wär' erst zu Haus!
Ist keine Seele im Feld –
Alles so still und so dunkel und heiß –
Faß mich nicht an
Und sprich nicht so leis,
Komm lieber und laß uns geh'n.
Ist mir doch bang, dich zu seh'n,
Dich und dein bittend Gesicht –
Küsse mich nicht ... ach ...
Küsse mich nicht!