Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Schlafe, ach, schlafe von

Schlafe, ach, schlafe

Und dürft' ich dich wecken zum Sonnenlicht,
Aus Schatten des Todes – ich tät es nicht!
Ich sänke nieder an deinem Grab
Und leise raunt ich ein Lied hinab:
Schlafe, ach schlafe!

O laß in dein traumtiefes Kämmerlein
Kein Fünkchen des schimmernden Licht's hinein;
Denn was die Sonne dir auch verspricht,
So hell, so strahlend – sie hält es nicht.
Schlafe, ach, schlafe!